Über das Interview

Bettina und mich verbindet etwas. Das Erleben von Krankheit, das Neu-Erlernen des Umgangs mit dem Tod. Wir sprechen darüber, wie es ihr mit der Diagnose Brustkrebs gegangen ist, und wie diese Zeit ihr auch ganz neue Wege gezeigt hat, wie Leben auch gehen könnte. Unser Gespräch hat mir an einem müden Freitagabend wieder Energie gegeben. Man spürt einfach, wie viel Kraft man durch Loslassen bekommen kann und wir sind uns einig. Nur in der Stille gelingt uns die Berührung mit unserer inneren Kraftquelle.

Bettina leitet Frauenkreise und unterstützt mit Klangenergetik die Selbstheilungskraft des Körpers. In unserem Gespräch unterhalten wir uns über sehr persönliche Themen, über schwere körperliche Krisen, den Tod, aber auch zwischenmenschliche Probleme. Sie bezeichnet sich selbst als Forscherin und Schülerin des Lebens, eine wunderschöne Formulierung, wie ich finde.
Auf die Frage, was denn Krise für sie bedeute, meint Bettina, dass Krise das gegenwärtige Leben stoppt, in dem Moment ist nichts mehr gleich wie es vorher war.

3:23: „Krise ist etwas, was nicht so parallel zu irgendetwas für mich läuft, sondern manchmal ist es eher wie ein Schlag, etwas Unerwartetes.“

Doch auch in Zeiten von Krisen haben wir die Möglichkeit der Wahl. Oft können Persönlichkeitsentwicklungen auf verschiedenen Ebenen helfen, das Bewusstsein dahingehend zu erweitern.
Bettina musste bereits einige Krisen meistern, die allesamt sehr unterschiedlich waren und die sie auch auf unterschiedliche Weise empfunden und durchlebt hat. Der sehr frühe Verlust der Mutter, ihre Brustkrebserkrankung, die Trennung von ihrem Mann. All das hat sie bis heute geprägt.
Die Begleitung durch Familie und Freunde haben ihr durch diese schweren Zeiten geholfen.

25:31 „Du kannst zwar den Prozess selbst demjenigen nicht abnehmen, aber allein, dass jemand da ist, dem du vertraust, der dir ein Stück nah ist, das gibt so viel Kraft.
Die Angst vor dem Tod war für Bettina oft gegenwärtig. Ein Satz ihres Mannes hat sie in solchen Situationen wieder auf den Boden zurückgebracht. „Mausi, heute wird nicht gestorben.“ 

Wer sie auf den Weg der Spiritualität gebracht hat, was ihre Erkrankung damit zu tun hat und was das Potenzial der Stille entfalten kann, erzählt sie uns im Gespräch.