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Steckbrief Nicole Hoenig

Beruf: selbstständige Ernährungstherapeutin und Food Coach, Diplom-Oecotrophologin, Yogalehrerin

Ich über mich:
Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer 12-jährigen Tochter. In meiner Wahlheimat Hamburg im Norden Deutschlands bin ich zu Hause und folge meinem Herzensweg. Ich begleite Menschen in der Ernährungstherapie und im privaten Coaching, die den Kontakt zu einem natürlichen Essverhalten verloren haben. Ich unterstütze sie darin, ihre Ziele konkret zu formulieren und ihrem Weg zu mehr Gesundheit und einem besseren Körpergefühl zu folgen. Meine Vision ist es, das Thema Essen wieder mehr aus dem Denken ins Fühlen zu bringen.

Eine Transplantation vor 8 Jahren hat mich vor die Tatsache gestellt, dass mein Leben von jetzt auf gleich vorbei sein könnte. Aus dem anfänglichen Loch, in das mich diese Diagnose gestürzt hat, bin ich wieder herausgekrabbelt und habe mich dabei auf das besonnen, was ich seitdem auch in den Mittelpunkt meiner Arbeit stelle: Achtsamkeit und achtsame Momente im Alltag.

Dabei hilft mir mein Optimismus und mein positiver Blick auf die Dinge des Lebens.
Ich fokussiere mich auf die Gegenwart, ohne das Leid und den Schmerz, der zum Leben dazugehört, auszublenden.
Ich liebe gutes Essen und vor allem die mediterrane Küche. Strenge Diäten gibt es bei mir nicht. Dafür ist das Leben viel zu wertvoll.

Krisenfest und die Interview-Erfahrung waren für mich: … ein tolles Projekt, zu dem ich sofort JA gesagt habe. Es ist so wichtig in diesen Zeiten, nicht die Hoffnung zu verlieren und anhand von wahren Geschichten zu sehen, dass es irgendwie immer weiter geht, eine Krise sogar zu ganz spannenden Veränderungen führen kann. Bisher bin ich mit meiner persönlichen Geschichte nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Für dieses Projekt darf sie in die Welt und kann hoffentlich vielen anderen Frauen Mut machen

Websiten & Kontakt
foodcoaching-hamburg.de
info(at)foodcoaching-hamburg.de
Social Media: facebook.com/foodcoaching.hamburg
instagram.com/endlich_entspannt_essen/

Über das Interview

Eine große Ehre, dass Nicole in diesem Video das erste Mal öffentlich über ihre Lungentransplantation. Die humorvolle Hamburgerin erzählt von der Zeit der Krankheit, welche Bilder ihr geholfen habe nicht aufzugeben. Sie erzählt von Bergen der Kindheit und wie sie, trotzdem sie wohl nicht mehr den Sonnenaufgang am Gipfel erleben , das Bild davon immer bei ihr sein wird. Und so darf es auch ok sein, dass manches nicht mehr geht. Viel lieber konzentriert sie sich darauf, was noch möglich ist. Und das das viel ist, kann man an ihrem Tun sehen. Sie brennt für ihre Arbeit und begleitet seit 20 Jahren Menschen mit Essstörungen. Ihr Programm: Endlich entspannt essen drückt wohl all das aus, was für Nicole selbst wichtig ist, nämlich der Genuss und der Moment den man für sich hat - mit Café auf dem Balkon - gesund und für mehr Wohlbefinden. - Es war jedenfalls ein sehr besonderes Gespräch für mich.

Krisen holen Nicole aus dem gewohnten Alltag heraus - aus dem was man kann und kennt. Sie definiert sich nicht als Mensch der Rückschau, der sich darauf aufhängen was alles nicht mehr geht, sondern hält es für produktiver sich darauf zu konzentrieren was noch geht oder zusätzlich oder anders geht.  Zuerst mal die Krise akzeptieren und anzunehmen und auch kommunizieren. In einem zweiten Schritt überlegen, wie man hier wieder hinauskommt – kreative Lösungen finden.  Als Lungentransplantierte hat sie Corona zu Beginn in eine Krise gestürzt – eine Panik hat sich breit gemacht. Doch nach Anwendung ihrer erlernten Schritte hat sich dieses Gefühl schnell wieder gelegt.  Sie sagt: „Angst findet in unseren Gedanken statt – wir erschaffen sie selbst.

23.14 – 23.50: „Das Fokussieren auf das was noch geht und da auch kreativ werden und nicht dem hinterher trauern, was nicht mehr geht.

Durch ihre Krisen hat ihr ein Ziel und das Wissen wofür es sich zu kämpfen lohnt geholfen. Zusätzlich hat sie sich mit Menschen umgeben, die ihr gut getan haben.
Ihre größten Geschenke aus der Krise sind einerseits, dass sie ihr Leben mit anderen Augen sieht und andererseits, dass sie nicht mehr plant.

Es ist ein Unterschied, ob ich mein Leben durchplane oder ob ich sage ich arbeite auf ein Ziel hin – ich begebe mich auf den Weg dahin.“

Bei Stress und Unsicherheit ist es wichtig gut auf sich zu achten und den Stress auf einen überschaubaren Zeitraum einzuschränken. Es ist wichtig eine Balance zu finden zwischen anstrengenden Zeiten und Ruhezeiten, damit man Dauerstress vermeidet.